Lebensversicherung – notwendige Absicherung?

von Sarah | 01/06/2015

Sich für eine Lebensversicherung zu entscheiden, kann ein recht diffiziler und komplexer Prozess sein. Erschwert wird eine solche Entscheidung noch, wenn man jung ist, und über das Sterben so noch gar nicht nachdenkt. Es gibt einige Fragen, mit denen man sich zu dem Thema befassen sollte. Um eine fundierte Entscheidung zu treffen, hängt es nicht alleine davon ab, wie gesund und vital man sich gerade fühlt. Um ehrlich zu sein, dieses ist einer der Faktoren, die überhaupt nicht hineinspielen sollte, denn, sehen wir es mal ganz realistisch, die Zahl allein der Unfalltoten in Deutschland jedes Jahr kann uns schnell eines Besseren belehren. Betreibt man eine gefährliche Sportart, dann steigen die Chancen auf einen verfrühten Abschied auch gleich noch einmal.

Aber genug geunkt, das Ende kommt bestimmt für Jeden, doch zu den Fakten, warum man eine Lebensversicherung abschließen sollte. Oder auch nicht. 

Denn da wäre die Versorgung der Menschen, die vom Versicherer abhängig sind, seien es Kinder, der Partner, die Eltern oder sonstige Menschen, die unter unserem Schutz oder Pflege stehen. Eine Lebensversicherung kann das Einkommen ersetzen, was nach unserem Abgang fehlt. Man sorgt für die Zukunft vor. Die Kinder können nachwievor auf die Uni gehen, der Partner kann weiterhin für die Kinder sorgen, und muss nicht arbeiten gehen, die pflegebedürftigen Eltern können versorgt werden und müssen nicht in ein mittelmäßiges Pflegeheim. Dies ist eine Überlegung für Menschen, die bereits in der Lebensmitte stehen oder bereits eine Familie gegründet haben, auch wenn sie erst in ihren Zwanzigern sind. 

Es gibt Optionen bei der Wahl einer Lebensversicherung.

Man kann eine Versicherung abschließen, die das derzeitige Einkommen ersetzt, diese kann monatlich ausgezahlt werden, und man kann diese für eine beliebige Laufzeit vereinbaren. In der Regel beträgt diese Laufzeit zwischen 10 und 30 Jahren. Eine solche Police deckt den Bedarf bzw. den vereinbarten Betrag nur für diese Laufzeit ab, meistens wird eine solche Option gewählt, damit z.B. die Kinder Gelegenheit haben, die Uni zu besuchen, und sich nicht von Anfang an Sorgen um ihre Zukunft machen müssen.

Des Weiteren kann man eine Lebensversicherung abschließen, welche im Todesfall eine bestimmte, vorher festgelegte Summe auszahlt. Damit sind alle, mit dem Todesfall verbundenen Eventualitäten abgesichert, im Idealfall. Z.B. Überführung, Bestattung, medizinische Kosten et. Die Beiträge hängen von der Police ab, die man abschließt.

Eine Versicherung kann eine gute Investition sein. Viele junge Berufstätige suchen nach einer Möglichkeit, ihre Ersparnisse anzulegen. Für diese Personen ist eine variable Lebensversicherung oder variable Risikolebensversicherung geeignet und kann eine Alternative oder Ergänzung zu ihrem Investment-Portfolio darstellen. Hierbei handelt es sich um Investitionen in Aktien, Anleihen und Investmentfond. Mit diesen Investitionen kann man seinen Bargeldfluss schnell bereichern, jedoch ist dies auch mit Risiken verbunden. Um das Risiko zu vermindern, kann man eine Lebensversicherung wählen, die neben der Investition eine Mindestleistung im Todesfall garantiert.  Doch es gibt Alternativen, über die man sich informieren sollte.

Man kann seine Police verkaufen

Wird man von einer unheilbaren Krankheit befallen, und gerät in Geldnöte, um für die notwendigen medizinische und andere anfallenden Kosten aufzukommen, so kann der so genannte Viaticalmarkt hier eine Erleichterung bedeuten. Man verkauft seine Police zu einem geringeren Wert als dem Nennwert. Der Käufer zahlt künftig die Prämie und erhält wiederum den Nennwert der Police im Todesfall ausgezahlt. So makaber sich dies anhören mag, gerät man in diese Situation, so kann sich dies durchaus als hilfreich erweisen. Wenn man keine Einnahmequellen hat und auch sonst keine Bargeldreserven, dann ist ein Betrag aus einer einst abgeschlossenen Lebensversicherung die Rettung.

Kapitalbildende Lebensversicherungen

Mit dieser Art Lebensversicherung hat man die Möglichkeit, einen Teil der Prämie in gewinnbringende Investitionen zu führen. Diese Gewinne dienen als Cash-Reserve, und können auch für die Zahlung der Prämie verwendet werden, sollte man einmal in die unglückliche Situation geraten, diese nicht mehr zahlen zu können. Man muss bei dieser Art Versicherung sicherstellen, dass immer ausreichend Reserven da sind, um die Prämie zu zahlen, da sie sonst verfällt. Ob diese Art Lebensversicherung wirklich ihr Geld wert ist, da sollte man sich im Einzelfall gründlich informieren. 

Die Lebensversicherung ist nicht jedermanns Sache. Aber man sollte es nicht von der Hand weisen, ohne ein wenig nachgeforscht zu haben. Wenn andere finanziell von uns abhängig sind, dann ist eine Lebensversicherung eigentlich unerlässlich, es sei denn man trifft Vorsorge auf andere Art. Welche Art von Versicherung man wählt, hängt von der Lebenssituation ab, und wieviel finanzielle Mittel man investieren kann. Der Betrag, den man zur Absicherung braucht, hängt davon ab, welchem Zweck man diesen Betrag zuführen will. Soll es lediglich für die Bestattung sorgen (da muss es keine Lebensversicherung sein), oder will man damit die Studiengebühren der Kinder finanzieren. Ein Finanzberater kann dabei helfen, die beste Police zu finden oder Alternativen zur Lebensversicherung. 

https://www.youtube.com/watch?v=eFSRX5G5mtw

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